Jugendfeuerwehr führt Erste-Hilfe-Kurs durch

Jugendfeuerwehrler bereit Leben zu retten

Nicht nur das Kuppeln von Schläuchen oder das Aufstellen von Leitern müssen Feuerwehrleute beherrschen, auch die Erste Hilfe ist sehr wichtig. Schließlich ist die Feuerwehr oft vor dem Rettungsdienst am Einsatzort und es gilt dann, die verletzten Personen medizinisch zu versorgen. Hier muss natürlich jeder Handgriff sitzen. Aber auch im privaten Bereich können Kenntnisse der Ersten Hilfe nicht nur nützlich sein, sondern sogar Leben retten. Und da man damit nicht früh genug anfangen kann, trafen sich über zwanzig Jugendliche aus vier Ortsteilen im Rahmen der Gesamtjugend des Marktes Wendelstein, um an einem Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen. In 16 Stunden, auf zwei Tage verteilt, brachte Sebastian Kasper von der Johanniter-Unfall-Hilfe den Jugendfeuerwehrlern alles bei, was man wissen muss. Nicht nur die stabile Seitenlage, die Herz-Lungen-Wiederbelebung oder das Anlegen von Verbänden wurden erklärt und geübt. In kleinen Rollenspielen konnte bewiesen werden, dass das Gelernte sicher umgesetzt werden kann. Ob Schlaganfall oder Stromschlag, die Jugendlichen agierten souverän und stellten sich den Herausforderungen. Selbstverständlich schaute man sich auch den Laiendefibrillator an, den die Feuerwehr zum Einsatz mitbringt. Mit diesem Gerät, auch AED genannt, wird mithilfe von Stromstößen die Wiederbelebung unterstützt, wodurch sich die Überlebenschancen stark erhöhen.

Damit der Magen bei so viel Stoff zum Lernen nicht zu knurren begann, sorgten die guten Geister der Wendelsteiner Feuerwehr an beiden Tagen für leckeres Essen und Getränke. So ließ es sich sehr gut im Kurs aushalten, für den die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren ihr ganzes Wochenende opferten. Nun sind sie auf – hoffentlich nicht eintretende – echte Notfälle bestens vorbereitet!

Text: Tilo Bergmann

 

gruppenbild

weitere Bilder finden Sie in unserer Galerie